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Nam Nam | Press | sz, 29.03.07

Kokos statt Koks

Nach dem Rauschgift-Skandal wird aus dem "Odeon" ein
Bio-Asiate namens "Nam Nam"

Von Astrid Becker, sz, 2007

Die Geschichte dieses neuen Lokals beginnt mit einem Skandal. Im vergangenen Jahr war der Szenentreff "Odeon", das der Münchener Großgastronom Gabriel Lewy betrieb, der ehemalige Lebensgefährte der Schauspielerin Iris Berben, als Drogenumschlagplatz in die Schlagzeilen geraten. Wenn es nun nach dem Pächter Michael Mühldorfer ginge, währe diese Geschichte vermutlich längst aus dem Gedächtnis der Münchener gestrichen worden. Er will damit jedenfalls nicht in Verbindung gebracht werden und hat dem Lokal nicht nur einen neuen Namen, sondern auch ein völlig anderes Konzept verpasst.

Erst seit wenigen Tagen ziert der Schriftzug "Nam Nam" die Fassade des Hauses an der Amalien-/Ecke Türkenstraße. Die grünen Lettern und das neue Logo, eine Lotusblüte, geben bereits Aufschluss über das, was aus dem einstigen "Odeon" geworden ist: ein Bio-Asiate. Keine Lounge, keine Bar, kein Club, sondern ein echtes Restaurant, dessen Speisekarte durchaus auch italienische Einflüsse erkennen lässt. Mühldorfer, der zudem noch das Cafè an der Uni, das Cafè am Nordbad, den Tassilogarten und das Restaurant Schmidbauer betreibt, hat sich die Idee für das Lokal von der Hotelkette "Jumeirah" in Dubai abgeschaut.

Konkret bedeutet das im "Nam Nam" (wobei das Wörtchen Nam für Wasser steht): Die Gäste sollen hier mit schnellem, aber vor allem gesundem Essen verwöhnt werden - von knusprig gebratener Hongkong Ente bis hin zu Thai-Nudeln mit Basilikumpesto. Insgesamt gibt es vier verschiedene Preiskategorien, von 3,90 bis 13,90 pro Gericht. Zudem setzt der Wirt auf Wellnessdrinks wie Mineralwasser, das mit botanischen Extrakten versetzt ist und beruhigend, harmonisierend oder belebend wirken soll. Das einstige"Odeon", dessen Plüsch-Bestand Mühldorfer ablösen musste, präsentiert sich nun heller, geradliniger, moderner. Hingucker Ist wohl das asiatische "Tuk Tuk" , ein Großtaxi, mit dem sich Gäste durch die Stadt fahren lassen können.

Mühldorfer hofft nun, dass die Menschen die Sache mit dem Odeon schnell vergessen. Bei einer Razzia im April des vergangenen Jahres hatte die Polizei 160 Gramm Kokain gefunden. Der damalige Geschäftsführer Ramiz B., in dessen Wohnung wenig später weitere 400 Gramm sichergestellt worden waren, ist mittlerweile wegen seiner Drogengeschäfte zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Gegen den einstigen Besitzer, Gabriel Lewy, bestand zwar keinerlei verdacht, in die Kokaindealerein seines Angestellten verwickelt gewesen zu sein, sein 2001 eröffnetes Lokal wollte er aber dennoch loswerden, heißt es. Gerüchten zufolge soll das Odeon aber bereits im Vorfeld nicht mehr besonders gut gelaufen sein. Lewy, der selbst nicht zu sprechen war, hat angeblich trotzdem noch über einen Umbau nachgedacht. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben diese Pläne wohl zunichte gemacht. Er gab das Objekt an den Hausbesitzer zurück, der er nun an Mühldorfer verpachtet hat.


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